Endlich VOR dem Vorhang… Musste es eigentlich wirklich fast 40 Jahre dauern, bis einer der besten Gitarristen des deutschsprachigen Raumes seine erste CD unter seinem Namen veröffentlicht?
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Offensichtlich ja – denn was Benni Bilgeri auf „Bad Boy“ präsentiert, ist nicht nur eine Quintessenz seines bisherigen Schaffens, sondern das reife Werk eines Musikers, der alle Höhen (mehrheitlich) und Tiefen (gelegentlich) musikalischer Zusammenarbeit erfahren und mitgestaltet hat. Dass er schon als Jugendlicher regional als „Saiten-Genie“ bezeichnet wurde, ist zwar eine nette Option – aber erst im Zusammenspiel mit diversen regionalen Bands und später auch mit Weltstars – Tom Waits, Pointer Sisters, Chris Thompson, Zucchero und Go West oder die Erfolgsproduzent Peter Wolf und Harald Kloser stehen hier nur stellvertretend – wurde die Vielseitigkeit des Gitarristen entsprechend eingesetzt.

 

20150820_BenniB25079Diese Vielseitigkeit macht auch „Bad Day“ zu einem absoluten Hörerlebnis: Von Americana („Bad Day“, „Ain’t got you“) über Balladen („I can’t wait“) bis hin zu R’ & B („Died and gone“) und Hardrock („Doomsday“) spielt– und spielt sich – Benni Bilgeri mit allen Stilen. Dass dies alles dennoch aus einem Guss klingt, liegt nicht nur an der Gitarrenarbeit und exzellenten Produktion (jaja, ebenfalls: Benni Bilgeri), sondern auch und vor allem, dass sich der Ausnahmegitarrist nicht in den Vordergrund spielt. So oft das Können auch aufblitzen mag, es sind die Songs und die unterschiedlichen Sänger, die das Album prägen – ein Album, dem man anmerkt, dass hier ein Mann am Werl ist, der seit Jahrzehnten nur eines im Sinn hat: Qualität. (Text: rj)

Web: www.bilgeri.com

VÖ: 26. Februar 2016 – Label: Wahn Records

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