Keele überzeugen auf Gut und dir mit ausgereiftem und spannungsreichem Debüt. Am 28. April erscheint das erste Album unserer Verlagsband Keele, Gut und dir, auf Rookie Records.
Keele klingen hanseatisch ohne Hamburger Schule zu reanimieren, schreiben facettenreiche Songs ohne ihr Profil zu verwischen und kluge Texte ohne altklug zu kommen, stellen wichtige Fragen ohne Antworten zu diktieren und haben das Ganze in ein fettes Album gepackt, das so gar nicht nach Debüt klingen will.

Gut und dir bringt elf Songs, die das Getriebensein einer Generation einfangen. Menschen irgendwo zwischen späten Zwanzigern und Dreißigern, die sich in einem permanenten Wettbewerb unter Druck fühlen („Nach dem langen Weg nach oben bist du schnell wieder gefallen.“ Uwe Hochmut), vor einem Überangebot kapitulieren, weil sie nicht (mehr) wissen, wo und wozu sie stehen können und wollen („Du nennst das Suche nach dir selbst, ich nenn das ‚Dankeschön, fuck you!‘“ Terminal) und in diesem andauernden Flirren einer digitalisierten Begegnungsebene immerzu an der Oberfläche dümpeln („Und es hat schon wieder Klick gemacht und auf dem Display ist unser Gesicht gemalt.“ Sektempfang). Man hört den Songs an und sieht es insbesondere live, dass die fünf Freunde schon lange miteinander Zeit verbringen. In irgendeiner Pampa zusammen aufgewachsen, passieren die Dinge ganz organisch, vielleicht auch, weil die einzige Alternative so wenig verlockend aussieht. „Es gab quasi zwei Möglichkeiten: jedes Wochenende Scheunendisko oder man gründet ’ne Band.“ Gut, dass Alexander, Fabian, Frederik, Malte und Patrick nicht in der Scheunendisko versauert sind.

In den 2000ern als myspace-Generation musikalisch geprägt von der großen Welle an US-Hardcore-, Punk- und Emo-Bands wie Thrice, Alexisonfire, Ignite oder Thursday, entdecken Keele in den letzten Jahren ihr Faible für deutschsprachige Bands von Hardcore/Punk à la Escapado und Muff Potter bis hin zu softeren Indies wie Tomte und Herrenmagazin.
Die erste Single Terminal vom Album Gut und dir erscheint am 17. Februar 2017 und stellt schnell klar, dass hier eigentlich gar nichts gut ist. Terminal erzählt vom Ausreißen, dem Wegrennen mit und vor sich selbst – und dem guten, alten Porzellan, das man beim planlosen Loslaufen umwirft. Und gleichzeitig beschreibt Terminal auch ein Stück Bandgeschichte: Aufbruch mit Abschied und die Euphorie, die Suchen und Finden innehaben kann. Als Keele sich gründen, steht bereits fest, dass Gitarrist Alexander für unbestimmte Zeit das Land verlässt. Hinderlich, mag man meinen. Das Gegenteil wird der
Fall: Als er in der Keele Street im kanadischen Toronto landet und ein erstes Foto schickt, gibt er der Band ihren Namen und liefert mit seinen Bildern, die vor Ort entstehen, gleichzeitig die Vorlage für das gesamte Album-Artwork. „Gute Reise, das wird toll!“


Ansehen: Keele – Terminal (Official Videoclip)

Keele live:
28.04.17 Hamburg, Hafenklang (Releaseparty)
24.05.17 Oberhausen Druckluft
25.05.17 Köln, Tsunami
28.05.17 Berlin, Badehaus
15.06.17 Kiel, Schaubude
16.06.17 Flensburg, Volksbad

Präsentiert von Ox Fanzine/livegigs.de und Visions
Tickets gibt es hier:
http://www.ghvc-shop.de/detail/keele-tour-2017-tickets


Keele sind: Alexander, Gitarre | Fabian, Gesang | Frederik, Bass | Malte,
Schlagzeug | Patrick, Gitarre

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